Mauer_fertig

Hochbeet / Trockenmauer … They are building walls around us now

Oh let´s say it
They´re building walls around us now
Oh let´s say it
They´re building walls around us now

In einer Ecke unseres Gartens, hinter der noch zu bauenden Terrasse und neben der Laube wollten wir eine Kombination aus Trockenmauer und Hochbeet bauen. Die Trockenmauer wird aus alten Gehwegplatten bestehen. Damit daraus auch ein Hochbeet entsteht wird eine Rückwand aus Holz gebaut.

Standort

Der gewählte Standort ist Teil eines neu geschaffenen Ensembles aus Schmetterlingswiese, Terrasse, Pergola und eben der Trockenmauer. Die Mauer sollte einen möglichst sonnigen Platz haben damit die Steine sich ordentlich erwärmen können. Sie soll ca. 1 Meter hoch werden und zum Abschluss hinten an den Rückwänden mit Schad- oder Schnittholz umrandet werden (Kletterhilfe für Pflanzen).

Vorbereitung

Zuerst wird der Raum wo das Beet entstehen soll mindestens spatentief ausgehoben. Anschließend wird der Boden gut befestigt. Für die Rückwand werden Hülsen und Pfeiler in den Boden geschlagen. Daran haben wir OSB-Platten befestigt und diese anschließend mit Folie überzogen (Nässeschutz). Der Boden wird dann mit Draht ausgelegt und an der Rückwand befestigt (Schutz vor Mäusen und anderem Getier). Als nächstes wird eine ordentliche Schicht Kies auf dem Boden verteilt und eine Drainage gebaut (in diesem Fall aus Ziegelsteinen). Diese Steine bieten den Gehwegplatten zudem guten halt. Der Kies im Zwischraum wird ordentlich befestigt. Diesen Arbeitsschritt am besten mehrmals durchführen.

2_Drainage

4_Drainage_Holz_fertig

Mauerbau

Hat man das erledigt sind die Gehwegplatten an der Reihe. Dabei ist wichtig diese mit Versatz und nach oben hin dünnerwerdend zu schichten. Dadurch erhält die Mauer ausreichend Stabilität. Ich habe jede Platte auf einen Sockel gelegt und dann genau an der Grenze abgeschlagen. So bekommt man sie auf die Größe die man haben will. Für den unteren Abschnitt der Mauer habe ich die Platten relativ groß gelassen (ca. 70 cm). Oben waren es dann noch ca. 30 cm. Zwischendurch habe ich immer wieder Lücken gelassen und mit langen Stöckern markiert. Das sind die Stellen wo später eine Bepflanzung erfolgt. Die letzen beiden Stufen habe ich mit Beton befestigt. So war ich auf der sicheren Seite. Als kleinen Gimmik habe ich in die Mauer noch zwei Sitzgelgenheiten integriert.

8_Mit_Sand

Befüllung

Als erste Schicht habe ich gut zerkleinerten Baumschnitt von meinem Apfelbaum verwendet. Dadurch bekommt man mehr Schnitt untergebracht und sorgt zudem für eine schnellere Verrottung. Als nächstes habe ich Reste von Grasnarben umgekeht darauf geschichtet. Die nächste Schicht bildet Laub, Grasschnitt und andere Gartenreste. Schließlich kommt eine Schicht fertiger Kompost. Zum Schluss wird alles mit Muttererde aufgefüllt. Ich habe das Beet nicht sofort bepflanzt, sondern bis ins nächste Jahr sacken lassen. Dann kommt erneut Mutterboden drauf.

6_Mit_Gras_Baum

Warum eine Trockenmauer?

Eine Trockenmauer ist eine Art Wärmespeicher. Sie bietet einen wunderbaren Lebensraum für zum Teil recht ungewöhnliche  Arten (z.B. kleine Schlangen, Kröten und Eidechsen). Sie sieht gut aus und besteht zum Großteil aus Materialien die wiederverwertet wurden. Bis auf die Rückwand trifft dies auf alle Bestandteile zu. Zudem werden auch für die Befüllung des Hochbeetes bereits vorahndene Dinge genutzt, nämlich Baumschnitt, Grasnarbe, Gartenabfälle, Laub, Grasschnitt, halb fertiger Kompost und Muttererde. Somit entsteht ein neuer Lebensraum aus Dingen die ansonsten entsorgt werden sollten.

Mauer_fertig

 

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